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Samstag, 22. August 2009

Der SPX 500 beendet Konsolidierung und bricht nach oben aus


Gestern, gleich zu Handelsbeginn durchbrach der S&P 500 seine mehrwöchige Konsolidierungsphase (980-1018 Punkte) nach oben und schloss bei 1026 Punkten. Die Umsätze der letzten 4 Handelstage waren stetig steigend, allerdings auf recht niedrigem Niveau.

Bemerkenswert ist, dass der Index ohne ein größeres Verschnaufen weiter gen Norden stürmt. Fundamentale Aktienbewertung, die ausufernden Staatsverschuldungen weltweit, die Angst vor einem weiteren Konjunktureinbruch, all dies beschäftigt die Bullen derzeit nur peripher.

Massive Liquidität treibt den Markt nach oben. Über die Herkunft dieser kann nur spekuliert werden. Verschiedene Berichte lassen darauf schließen, dass die Masse der Privatanleger nicht engagiert ist sondern den Kursen hinter herschaut.

Neben der fundamentalen Überwertung der Aktienmärkt, zeigt auch die Markttechnik, dass die Luft für die Bullen immer enger wird. Der RSI befindet auf Tagesbasis schon wieder fast im 70er Bereich, der Weekly-RSI ist auch nicht mehr weit von dieser Marke entfernt. Auch die Marktinterna wie z.b. der NYSE BP Index steht mit knapp 80 auf einem extremen Niveau.

Ich rate allen Investoren ab sich jetzt in Aktien einzukaufen. Die Diskrepanz zwischen der fundamental sehr hohe Bewertung der Märkte und den davon spurtenden Kursen ist sehr groß. Diese Lücke wird sich schließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse fallen und es damit zu einer Annäherung kommt ist wesentlich höher, als dass die Unternehmensgewinne explodieren und der Kursverlauf der Märkte somit bestätigt wird.

Kurzfristig orientierte Anleger können natürlich die starke bullische Bewegung weiter Reiten, sollten jedoch ihrer Stopp-Loss eng setzen und ständig nachziehen. Auch ist es sinnvoll Risiko aus den Positionen zu nehmen (z.B. Einsatz von Covered Calls, Optionen statt Aktien)

Warnung an alle Shorties & Bären: Für Short-Positionen ist es noch zu viel zu früh. Dieser liquiditätsgetriebenen Rally sollte man nicht im Wege stehen. Sobald die ersten Indikatoren (v.a. die Marktinterna) drehen, stehen die Chancen wesentlich besser.

Ich selbst beobachte das Marktgeschehen z.Z. nur von der Seitenlinie. Die Chancen im Markt mit mittelfristigen Positionen Geld zu verdienen stehen in einem schlechten Verhältnis zu den Risiken.

Morgen kommen die Links der Woche…

Best,

Fuchs

Montag, 17. August 2009

Analyse des S&P 500 (daily chart)

Nach den beiden vorangegangen Analysen des S&P 500 (monthly & weekly) schauen wir uns heute gemeinsam den Daily Chart des S&P 500 an. Gleichzeitig werde ich noch auf ein paar andere Indikatoren hinweisen, welche auf einen schwachen Markt in den nächsten Tagen vermuten lassen.

Doch beginnen wir mit dem Chartbild des S&P:


Seit dem lokalen Tief um den 13.07.09 bei 880 Punkten stieg der S&P innerhalb der letzten 5 Wochen in der Spitze (1018 Punkte) um ca. 17%. In den letzten beiden Wochen konsolidierte der Index im Bereich 990-1018.

Was sich schon andeutete wurde am heutigen Handelstag war. Der Index brach dynamisch mit einem kleinen Gap nach Unten zu Handelsbeginn aus. Gleichzeitig gaben der MACD bzw. der PPO-Indikator (roter oberer Kreis) sowie der RSI in den letzten Tagen Verkaufssignale. Auch der Force Index (unterer roter Kreis) befindet sich nun wieder im negativen Bereich, was für schwächere Kurse in den nächsten Tagen spricht.

Wie ich bereits in meiner letzten Analyse schrieb, liegt bei 1000 Punkten im S&P 500 das 50% Retracement vom Hoch 2007 bis zum Tief im März 2009. Das haben Insitutionelle und / oder Future Händler wohl auch spitz gekriegt und entsprechend zwischen 1000-1020 Punkten den Deckel "draufgesetzt".

Weiterhin war der Index historisch gesehen sehr stark überkauft wie diese Grafik vom Sentiment Trader (gesehen auf ZeroHedge) ebenfalls zeigt:




Ach der NYSE Summation Index hat mit dem heutigen Handelstag ins Negative gedreht:


Nun stellt sich natürlich die Frage wie weit geht diese Korrektur des mittelfristigen Aufwärtstrends? Oder war`s das etwa mit der Bärenrally insgesamt? Diese Frage werden wir definitiv erst in den nächsten Wochen beantworten können. Allerdings lassen sich kurzfristige Unterstützungen dank Fibonacci und horizontalen Unterstützungslevel relativ leicht rausarbeiten:


(Chart by Etrade Global Trader 2)

Das 23,6% Retracement (blauer Kreis) hat heute den Absturz des Index einigermaßen abgebremst. Ich erwarte allerdings das wir mindestens ein Testen des 38,6% Retracements bei 960 Punkten (grüner Kreis) in den nächsten Tagen zu sehen bekommen. Dort befindet sich auch das temporäre Hoch des S&P vom Juni 09. Der alte Widerstand dürfte hier als Unterstützung fungieren (vgl. oberster Chart)

Einen Bruch des kurzfristigen (daily) und mittelfristigen Trends (weekly) sehe ich erst bei einem nachhaltigen Unterschreiten der Marke von 880 Punkten.

Zusammenfassung:

Zusammengefasst haben wir also folgende Trends im S&P 500 in den letzten Tagen rausgearbeitet: Der langfristigen Trend zeigt immer noch gen Süden, der mittelfristige bis zum Bruch von 880 Punkten nach Norden und der kurzfristige deutet auf schwächere Kurse in den nächsten Tagen hin.

Da wir beim Trading immer mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten, müssen wir akzeptieren, dass momentan die verschiedenen Zeitebenen in divergierend verlaufen. Somit sollten wir derzeit eher an der Seitenlinie stehen und den weiteren Marktverlauf beobachten.

Ausblick:

Damit ihr merkt, dass meine Analysen allerdings noch beinhalten als "komische" Indikatoren farbig zu umkreisen und Linien zu zeichnen werden wir uns gemeinsam in den nächsten Wochen weitere Indikatoren mit dem Schwerpunkt "interner Markt" anschauen.

In dieser und der nächsten Woche werde ich allerdings noch mit der Erstellung eines kleines Börsenlexikons, in welchem auf die verschiedenen Indikatoren und die Fachbegriffe eingegangen wird, beschäftigt sein. Aller Anfang zieht sich eben wie Kaugummmmmmi...

Deshalb dran bleiben, lesen, lernen kommentieren und selbst weiterbilden!

Euer Fuchs

Donnerstag, 13. August 2009

Analyse des S&P 500 (weekly chart)

Betrachten wir heute den S&P 500 auf Wochenbasis. Nach dem Ausverkauf im Oktober 2008 und dem weiteren Absacken im März 2009 markierte der S&P bei gerade mal 667 Punkten seinen vorläufigen Tiefpunkt. Aktuell steht der Index bei 1018 Punkten, was einem protentualen Anstieg von über 52%, ausgehend vom Tief entspricht. Nicht schlecht für eine Bären Rally. Oder wird aus der Bären Rally tatsächlich wieder eine neue Bullenstory?


Zurück zum Chart: Wie Sie sehen gab der MACD bereits im Dezember 2008 ein Kaufsignal. Das weitere Abfallen der Märkte im März 2009 wurde aus Sicht dieses Indikators nicht bestätigt. Er zeigte eine klar positive Divergenz an (im Chart Lila makiert).

Gleiches Bild beim RSI. Im Oktober 08 erreichte dieser Oszillator Extremwerte von unter 20. Im März 2009 betrug sein Level ca 30 während der S&P 500 knappe 170 Punkte tiefer stand. Die Rally seit März diesen Jahres wird von beiden Indikatoren bestätigt. Auf Wochenbasis zeigt der Index bisher kaum Anzeichen von Schwäche.

Mit Durchbrechen des Levels von 950-960 hat sich der Index den weiteren Weg nach oben freigekämpft. Eine horizontale Widerstandslinie tut sich erst im Bereich von 1200 Punkten auf.

Ich persönlich gehe allerdings immer noch von einer Bärenmarktrally raus. Zugegeben, diese ist stärker als gedacht, allerdings in Anbetracht des ausgebombten Marktes im März 09, immer noch Plausibel. Sollte der Index tatsächlich bis auf 1200 Punkte laufen, entspräche dies eine Gewinn von knapp 80% seit dem März 09.

Interessant fand ich die folgende Grafik von der Seite ZeroHedge:

Wir sehen den US-ETF SPY, welcher im Verhältnis 1:10 den S&P 500 nachbildet. Eingezeichnet hat Tyler Durden das Fibonacci Retracement vom Hoch 2007 bis zum Tief im März 2009. Genau am 38,2% Retracement wurde der S&P im Juni diesen Jahres schwach. Ein neuer Ausverkauf drohte. Doch dank Hilfe des PPTs und der High-Frequency Tradern aus dem Hause Goldman Sachs (eigene Vermutung), konnte man den drohenden Abverkauf in letzter Sekunde verhindern.

Zur Zeit steht der S&P 500 mit seinen 1020 Punkten bei dem 50% Retracement, welches als starker Widerstand gedeutet werden muss. Die Märkte sind auf Tagesbasis sehr stark überkauft, so dass ich von Long-Einstiegen zur Zeit ausdrücklich warne.

Wie der Markt und speziell der S&P 500 in den nächsten Wochen verlaufen könnte betrachten wir gemeinsam in den nächsten Tagen…

Gutes Trading!

Fuchs